Hier liegt eine Bibel begraben
Hier liegt eine Bibel begraben:
Venzone, Friaul - 2025
Venzone wurde 1976 durch zwei Erdbeben nahezu völlig zerstört. Im Friaul schiebt sich die Afrikanische Platte unter die Eurasische Platte. Man hat den Ort wiederaufgebaut und unter Verwendung der Trümmer rekonstruiert. Die Spuren des Erdbebens sind bis heute überall sichtbar, besonders im Dom. Er zeigt seine Wunden in allen Wänden. Vor der Stadtmauer liegt eine Bibel begraben.
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Graun/Reschenpass - 2024
Via Claudia Augusta. Reschensee, Graun. Hier lag der Alpenübergang der Römer, die uns transalpin viel Zivilisation brachten. Das Dorf Graun ist überflutet. Die Kirche steht. Aber ihr steht das "Wasser bis zum Hals". Sprichwörtlich - und akut? Hier liegt jetzt eine Bibel begraben. Nahe am Wasser.
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Kassel, Documenta 15
Die Documenta ist die bedeutendste Kunstausstellung der Welt für zeitgenössische Kunst (alle 5 Jahre für 100 Tage). 2022 kuratiert von der Künstlergruppe Ruangrupa, Indonesien. Vorwurf: Diese Documenta sei antisemitisch gewesen. - Die 15. begrabene Bibel für die documenta 15. Das Gründungsdokument ältester Art.
Begraben zum Leben.
Von der Weise, die Bibel zu gebrauchen
Wir können die Bibel nicht zerstören. Wir können sie ignorieren, missverstehen, beschweigen oder leugnen. Wir können sie einbalsamieren und begraben. Wir können sie an die Wand kleben, auf Holz nageln, durchbohren und kreuzigen. Nur zerstören können wir sie nicht.
Generationen haben mit ihr geatmet, sie belebt und beklebt und angemalt. Sie haben sie geliebt und gefürchtet. Die Bibel wurde übersetzt und vererbt, revidiert und zur Schau gestellt. Sie wurde inventarisiert und auf Altäre gelegt. Sie hat Menschen inspiriert und revolutioniert. Kein Zweifel: Sie ist ein Buch der Kirche.
Und ein Buch für die Welt: Aus der Bibel wurde gelernt und gebetet. Auf sie wurde geschworen. Mit ihr wurde gestorben und gelitten. Sie wurde gekostet, gepredigt und verworfen. Sie wurde verschenkt, verkauft und zum Fraße vorgeworfen. Sie wurde unter Tränen verehrt. Und aus ihr flossen Frieden und Blut.
Jörg Schafmeyer
Weitere Orte begrabener Bibeln
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Wartburg, Eisenach - 2021
Vor genau 500 Jahren, 1521, übersetzte Martin Luther hier auf der Wartburg das Neue Testament ins Deutsche und machte die Bibel auf diese Weise dem Volk zugänglich. Der von Gutenberg erfundene Buchdruck führte zu einer rasanten Verbreitung. Bis heute 2,5 Mrd gedruckte Bibeln. Eine davon liegt hier begraben. Fundament unserer Kirche
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Muna Dünsen, Harpstedt
Luftwaffen-Munitionsanstalt, Anfang der 1930er-Jahre als Bomben- und Granatenlager für die deutsche Luft-waffe gebaut. Ziel alliierter Luftangriffe, die Harpstedt zerstörten. In den 1980er- Jahren lagerten hier amerikanische Atomsprengköpfe. Es gab Protestdemonstrationen der Friedensbewegung. Das Gelände ist heute öffentlich zugänglich.
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einstiger Galgenort bei Stadt, Sulingen
Zwischen Stadt und Anstedt, östlich des Hofes Bokel, an der Ostseite der Heerstraße Bremen-Minden, stand einst ein Galgen. Der Gerichtsort war einer von zweien des Amtes Ehrenburg. Ein weiterer befand sich in Stocksdorf (Karten von 1694 und 1710).

Aue bei Barenburg

Mordbrücke zwischen Bassum und Harpstedt


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Parkplatz Ranck, Zentrum Sulingen
Es ist ein belebter Parkplatz am Kaufhaus Ranck im Sulinger Zentrum direkt neben dem Froschbrunnen. Eine Gute Stube für Autofahrer und ein beliebter Ausgangspunkt für Einkäufe und für tägliche Versorgung.

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Alter See, Tristach
Hier fischte im 15. Jahrhundert Maximilian I, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Jemand rief: "Petri Heil!" Quellgebiet für den Tristacher See. Der alte Schachtelhalm erinnert an vergangene Zeitalter.

Pilgerweg Loccum-Volkenroda

Kirchheimer Dreieck
Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze liegen Bibeln begraben.
Die "Zonengrenze" trennte 1945 - 1990 Deutschland in DDR und BRD.
Sie steht für Stacheldrahtzäune, Mauer, Minen, Schießbefehl, Selbstschussanlagen.
327 Menschen wurden auf diese Weise bei dem Versuch, die DDR zu verlassen, umgebracht.

Tarnewitz, Ostsee

Marienborn, Sachsen-Anhalt

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Friedland
Das Grenzdurchgangslager Friedland ist heute eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber. Nach 1945 wurden hier Hunderttausende vertriebene Deutsche und Heimkehrer aus der Kriegs-gefangenschaft empfangen. Das "Tor zur Freiheit". In den 1950er-Jahren kamen über 2 Millionen Spätaussiedler durch das Grenzdurchgangslager. 1967 wurde das Heimkehrerdenkmal errichtet.

Grenzort Point Alpha zwischen Rasdorf (Hessen) und Geisa (Thüringen)








